Der andere Weg


In der modernen Nutztierhaltung können die Tiere keine freie Futterwahl mehr treffen.
Sie verlassen Ihre Stallungen entweder gar nicht mehr oder treffen im Auslauf auf landwirtschaftlich kultivierte Nutzflächen.
Für eine ausgewogene Ernährung sind sie daher allein auf die Fütterungs-Kompetenz ihres Halters angewiesen.
In der Natur zeigen die freilebenden Verwandten unserer heutigen Nutztiere inbestimmten Zeit- oder Lebensperioden
ein besonderes Verhalten z.B. im Winter oder zur Zeit der Hochträchtigkeit suchen sie spezielle Pflanzen wie
Wild- Gewürz- und Heilkräuter auf. Sie verzehren diese, um bestimmte Wirkstoffe der Pflanzen aufzunehmen.
Dieses Verhalten kann instinktiv erfolgen oder auch von Jungtieren erlernt werden.
Wir die Futterrezeptur nicht mit diesen Wirkstoffen in kleinen Teilen ergänzt, soentstehen in gewissen Zeit- und
Lebensperioden Mangelerscheinungen bei den Tieren.
Aus dieser Erkenntnis und der über 40-jährigen Erfahrung der Firma Winkath in der Tierfütterung
stellen wir Ihnen ökonomisch und ökologisch ausgewogene Produkte zu Verfügung.

Rohstoffe

In unseren phytogenen Futterzusatzstoffen und Spezialprodukten sind verschiedene Wild-, Gewürz- und Heilpflanzen
sowie deren Extrakte enthalten, die sich bereits seit Jahrtausenden positiv auf den Organismus von Tier und Mensch auswirken.
Hier finden Sie eine Auswahl der von uns verwendeten Rohstoffe mit ihren hervorragenden Eigenschaften. 

Algen In unserem Produkt "Helios Wein-Algen" sind neben den Kräutern auch Korallenalgen und Braunalgen enthalten.
Korallenalgen werden von der Alge Lithothamnion calcareum erzeugt.
Die im freien Meerwasser schwebenden Meeresalgen sind Pflanzen ohne Wurzeln.
Durch Photosynthese werden die im Meerwasser enthaltenen Mineralien an die Korallencalciumsteine der Pflanze gebunden.
Das Calcium wird hier somit rein pflanzlich erzeugt, im Gegensatz zu anderen Calciumquellen
wie Muschel- und Austernschalen, die nach mehreren Millionen Jahren Lagerung aus Kalkschichten gebrochen werden.
Die von uns verwendeten Algen enthalten somit biologisch aktives Calcium mit leicht zugänglichem Calcium und Magnesium,
außerdem sämtliche Mengen- und Spurenelemente des Meerwassers in organisch gebundener Form.
Alle Wirkstoffe sind somit für den Organismus leicht verfügbar und verwertbar.

Anis 

Anis ist eine angenehm riechende aromatische Pflanze. Sie enthält bei guter Qualität 2-3 % ätherische Öle.
Der Hauptbestandteil des ätherischen Öls ist trans-Anethol.
Anis wird bei Magen- und Darmproblemen eingesetzt, aber ihr Hauptwirkspektrum liegt in der Linderung von Atemwegsproblemen.
Anis ist hustenlindernd, schleimlösend, blähungswidrig und abführend.


Arnika

Die hübsche Arnika-Pflanze enthält ätherische Öle, welche nachweislich desinfizierende, entzündungshemmende
und wundheilungsfördernde Wirkung besitzt.
Daneben enthält sie Flavonoide, die für die Wirkung auf Herz und Kreislauf verantwortlich sind.
Die Arnika findet Anwendung im äußerlichen Bereich bei Zerrungen von Muskeln und Sehnen sowie Quetschungen und Faserrisse.
Im innerlichen Bereich nutzt man ihre entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung.
  

Basilikum

Basilikum unterstützt gegen Völlegefühl und Blähungen. Es unterstützt bei Appetitlosigkeit und nervöser Unruhe.
Basilikum enthält ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide.


 

Die Brennnessel, "Königin der Beikräuter"Heilmittel,
Liebesdroge und Schönheitsmittel seit Jahrtausenden

Die Brennnessel wurde von Rudolph Steiner "Königin der Beikräuter" genannt. Ihr Vitalstoffgehalt ist enorm.
Der Begründer der Anthroposophie empfahl sie als Mittel gegen Hämorrhoiden, bei zu starker Periode, zur Regulierung des
Eisenhaushaltes und als Schwefelelement zur Harmonisierung des Organismus und für die Landwirtschaft zur Belebung des Bodens.
Brennnesseln sind, auch roh, eine Delikatesse. Sie sind außerdem ein Paradies für Schmetterlinge.
Insgesamt leben rund 70 Arten von ihr, wie Kleiner Fuchs, Pfauenauge, Admiral, Schönbar und Goldeule.
Konrad Lorenz: "Es gibt kein Unkraut, höchstens Wildkraut. Die Brennnesseln genießen meinen Schutz,
seit ich weiß, dass sie Nahrungspflanze des Tagpfauenauges sind, einem der schönsten Schmetterlinge."

Der Maler und Grafiker Albrecht Dürer (1471 bis 1528) schuf eines der anrührendsten religiösen Bildnisse, auf dem die Brennnessel zu Ehren kommt:
Ein Engel trägt die Brennnessel zum Throne Gottes empor. Ein Bild mit symbolischem Charakter, das auch die tiefe Liebe Dürers zur Natur widerspiegelt.

Die Rolle der Brennnessel als Aphrodisiakum

Bei den Germanen war die Brennnessel Donar geweiht, dem Donnergott und Herrscher über Fruchtbarkeit und Potenz.
An bestimmten Festtagen aßen daher die Germanen ein Brennnesselgericht zur Steigerung der Potenz und Fruchtbarkeit.
Ein verliebter Jüngling streute seiner Angebeteten Brennnesselsamen ins Haar, um ihre Gunst zu gewinnen.
Mädchen, die von ihrem Auserwählten verschmäht wurden, besprengten seine Türschwelle mit einem Tee aus Brennnesselsamen.

Bekam in vergangenen Jahrhunderten ein junges Mädchen einen Strauß mit einer Brennnessel darin, so sollte diese Geheimsprache sagen:
"Ich fühle brennende Liebe in meinem Herzen." Schon die Dichter der Antike betrachteten die Brennnessel als Aphrodisiakum.
Der römische Dichter Ovid empfahl in seinem berühmten Buch "Ars Amandi" ("Liebeskunst") einen Liebestrank, dessen
wesentlicher Bestandteil Brennnesselsamen sind.
Der römische Schriftsteller Gaius Petronius glaubt, dass die Potenz durch die Brennnessel gesteigert würde, wenn man damit
die Stelle unter dem Nabel, die Lenden und das Gesäß mit leichten Schlägen bearbeitet (Angaben ohne Gewähr!).

Die Brennnessel - ein botanisches Wunder

In Polynesien gibt es einen Brennnesselbaum, der mehr als 13 Meter hoch wird. Der Giftstoff der australischen Laportea
moroldes
ist so stark, dass er Geschwüre und tagelanges Fieber verursachen kann. Die Brennnessel wächst in 30 Arten im gemäßigtem Klima.

Nesselgewächse mit insgesamt 1050 Arten sind besonders in den wärmeren Zonen verbreitet.

Die Brennnessel hat einen ausdauernden - perennierenden - Wurzelstock. Die Pflanze ist zweihäusig, und die unscheinbaren
Blütentrauben, die von Mai bis Oktober an den Stielen hängen, sind entweder weiblichen oder männlichen Geschlechtes,
über die stark verzweigte gelbe Wurzel kann sich die Brennnessel auch vegetativ (wie zum Beispiel die Erdbeere) vermehren.

Die bis zu 30.000 (!) Samen werden bei Sonneneinstrahlung wie beim Springkraut als Wolke in die Luft geschleudert.
Der Wind trägt dann die Pollen auf die pinselartig behaarten Narben der weiblichen Blüten.
Auf Bestäubung durch Insekten ist die Brennnessel also nicht angewiesen. Dieses Phänomen kann man wunderbar beobachten,
wenn man eine männliche Brennnesselpflanze ihre rispenförmigen Blütenstände (befinden sich in den Blattachseln der Pflanze)
abends in ein Glas Wasser stellt, sie morgens herausnimmt und dem Sonnenlicht aussetzt.
Die Früchte der Brennnessel stellen winzige Nüsschen dar. Sie sind oval, flach und sandgrau. Der wie Sesam
schmeckende Samen bleibt im Herbst an den Stängeln hängen, wenn die Brennnessel ihre Blätter längst verloren hat.

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Brennnessel

Wie andere Wildkräuter auch, enthält die Brennnessel ein breit gefächertes Spektrum an wertvollen Inhaltsstoffen,
durchschnittlich etwa zehn Mal mehr als unser degeneriertes und verzüchtetes Kulturgemüse!
Hierzu sind die Vergleichstabellen im Buch "Der Große Gesundheits-Konz" von Franz Konz sehr informativ.
Die Brennnessel besteht zum Beispiel aus mehr als 30 Prozent Proteinen, und zwar aufgrund der Zusammensetzung
der Aminosäuren in einer besonders hohen Qualität.

Beachtlich ist auch ihr hoher Anteil an Vitaminen wie Carotinoiden.
Sie enthält zwanzig Mal mehr Provitamin A als Kopfsalat, wobei Provitamin A Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugt
und als "Schönheitsvitamin" für Haut, Haare und Nägel gilt.

Besonders als junge Pflanze hat die Brennnessel einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C,
etwa 25 mg pro 100 Gramm, das ist etwa dreißig Mal mehr als Kopfsalat enthält.

Der Vitamin-E-Gehalt der Brennnessel ist beachtlich.
Dieses "Verjüngungs-Vitamin" schützt vor Zell- und Gewebealterung und dient als Geriatrikum.
Vitamin E beugt auch Krebs und Herzkrankheiten vor und hält die Haut straff und elastisch.

Herausragend sind auch die Mengen an Vitamin B2 (0,04 mg auf 100 Gramm) für die Zellatmung,
Vitamin B5 für Stoffwechsel und Hormonbildung sowie dem seltenen Vitamin K,
sonst vor allem im Gerstengras zu finden, für Blutgerinnung und gesunde Knochen.

Die Brennnessel ist nicht nur reich an Vitaminen, sondern bietet eine ganze Palette von Mineralstoffen und Spurenelementen,
vor allem Eisen, Kalzium (190 mg auf 100 g), Magnesium, Kalium (316 mg auf 100 g), Phospor (61 mg auf 100 g) und Silizium.
Verglichen mit Kopfsalat enthält sie das Fünfundzwanzigfache an Magnesium, das Vierzehnfache an Kalzium und das Fünfzigfache an Eisen.

Die Eisenwerte der Brennnessel sind so beeindruckend hoch, dass die Firma Phamos, welche ihre Inhaltsstoffe analysierte,
an einen Analysefehler dachte. Eisen ist als Element dem Planeten Mars zugeordnet. Die Brennnessel verbessert nicht nur das Blutbild, sondern auch das Energieniveau und das Durchsetzungsvermögen! Sie ist eine hervorragende Eisenquelle, weil das in ihr enthaltene Vitamin C die Eisenaufnahme begünstigt. Besonders Frauen in der Schwangerschaft, während der Menstruation und in den Wechseljahren haben einen erhöhten Eisenbedarf. Brennnesseln führen im Gegensatz zu vielen Eisenpräparaten nicht zu Verstopfung.

Das Kalzium in der Brennnessel - am höchsten ist der Gehalt in der Wurzel - hilft besonders bei der Regeneration von Knochen und Zähnen, die 99 Prozent des im Körper vorhandenen Kalziums benötigen. Kalzium wird auch für die Immunkraft sowie für die Weiterleitung von Nervenimpulsen benötigt.

Auch Magnesium, in unseren Kulturpflanzen kaum noch vorhanden, findet sich reichlich in der Brennnessel. Dieses wichtige Anti-Oxidans wird auch als "Anti-Stress-Mineral" bezeichnet. Auch Bananen, vor allem die aus Bio-Anbau, enthalten viel Magnesium. Es empfiehlt sich ein Brennnesselsalat mit einer Soße aus zerdrückter Banane mit Avocado, mit Tamari oder Kräutersalz gewürzt und, wer mag, mit Knoblauch abgeschmeckt.

Als herausragend kann man auch den Gehalt der Brennnessel an Mangan und Kieselsäure bezeichnen. Mangan dient zum Aufbau von Knochen und Knorpelgewebe und beugt damit Bandscheibenproblemen vor. Silizium oder Kieselsäure hilft ebenfalls bei der Bildung von Bindegewebe und Knorpeln. Darüber hinaus fördert es das Wachstum und verleiht Haar und Haut Festigkeit und Schönheit.

Das in Brennnesseln reichlich vorhandene Chlorophyll bzw. Blattgrün regeneriert das Blut und stärkt den gesamten Organismus. Für die Gewinnung von Chlorophyll als Heilmittel gegen Geschwüre, Ekzeme, bei Arteriosklerose und als Deodorant wird heute hauptsächlich die Brennnessel verwendet, weil sie diese "Grünkraft" (nach Hildegard von Bingen) in so reichlichem Maß enthält.

An besonderen Inhaltsstoffen enthält die Brennnessel außerdem Amine, die ganz besonderen Wirkstoffe der Brennnessel. Das sind organische, stickstoffhaltige Verbindungen, die sich in lebenden Organismen bilden und als Hormone eine wichtige Rolle im Körper spielen, z. B. das Adrenalin. Die Brennnessel enthält vor allem Histamin und Acetylcholin, die sich im Tierreich oft als Botenstoffe des Nervensystems finden. Acetylcholin, neben Adrenalin der bekannteste Transmitter, aktiviert Skelettmuskelfasern, indem es die Signalübertragung von den Nervenzellen auf die Muskelfasern ermöglicht. Bei Blutungen verengt Acetylcholin die Arterien und erweitert die Kapillargefäße, was blutstillend wirkt. Auch die Gedächtnisleistung wird durch diesen Botenstoff gesteuert: Man nimmt an, dass der Schlüssel zum Gedächtnisverlust bei alten Menschen darin liegen könnte, dass kein Acetylcholin mehr gebildet wird.

Auch das Histamin in der Brennnessel, das für das Brennen verantwortlich ist, zieht die glatte Muskulatur zusammen und wirkt blutstillend bei inneren und äußeren Blutungen. Histamin ist in einer relativ hohen Konzentration von 0,1 Prozent in den Brennhaaren vorhanden. ältere Menschen in Deutschland und Russland nehmen traditionell erfolgreich Brennnesselsaft gegen Nasenbluten, Bluthusten und sogar Blutstürze ein.

Hervorzuheben ist außerdem der Gehalt an Glukokininen in der Brennnessel, die, ähnlich wie Insulin, den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern senken. Kinine sind Gewebshormone, die stark gefäßerweiternd wirken. Bei Diabetes wird Brennnesseltee empfohlen, am besten ein Liter täglich.

Die Brennnessel enthält Saponine, kohlenhydrathaltige Pflanzeninhaltsstoffe, welche die Drüsenaktivität erhöhen und damit blutreinigend wirken.

Am Besten entfaltet sie ihre Wirkung im frischen Presssaft, roh als Zugabe in Wildkräutersalaten oder kleingeschnitten in Quarkspeisen oder Kartoffelpüree oder als Trunk aus getrockneten und gemahlenen Blättern, selbstgemacht oder im Versand erhältlich.

Die Brennnessel bei Gesundheitsproblemen

Wer Einschlafprobleme hat, kann es mit einem Kräuterkissen aus getrockneten Brennnesselblättern versuchen. Neurodermitis und Heuschnupfen bei Kindern verschwinden oft, wenn täglich ein Liter Brennnesseltee getrunken wird. Brennnesselöl, auf die Schläfen getupft, hilft bei Konzentrations- und Lernproblemen. Brennnesselsamen helfen bei Osteoporose und Wechseljahrsbeschwerden. Wer unter Erschöpfung oder unter Anämie leidet, sollte auf Brennnesseltee, -Samen und -Sirup zurückgreifen, Frischsaft pressen und sich aus Pulver einen Vitaltrunk zubereiten. Sogar bei Depressionen hilft die Brennnessel, weil sie als Mars-Pflanze Willenskraft und Selbstbewusstsein stärkt.

In seinem Buch "Die grüne Apotheke" berichtet Dr. James A. Duke, ein weltweit anerkannter Experte für Pflanzenmedizin, über die Wirkung der Brennnessel bei der Alzheimer-Erkrankung und bei Demenz: "Dieses Kraut enthält beträchtliche Mengen des Mineralstoffes Bor, das zur Verdoppelung des im Körper zirkulierenden östrogens führen kann. Das weibliche Hormon hilft, wie bereits in mehreren Studien belegt wurde, bei der Verbesserung des Kurzzeitgedächtnisses."

Die Brennnessel wirkt blutstillend, blutreinigend, stoffwechselanregend, stuhlfördernd, auswurffördernd und schleimlösend. Innerlich kann man sie anwenden bei Blasenleiden, Rheuma, Gicht, zu wenig Milchbildung beim Stillen, Haarausfall, Harnverhaltung, Wassersucht, Blutharnen, Ekzemen, Hautausschlägen, Erkältungen, Fieber und zu Frühjahrskuren. äußerlich angewandt ist die Brennnessel bei Halsverschleimung, bei chronischen Hautausschlägen und als Haarwuchsmittel nützlich. Außerdem ist sie ein gesundes Gemüse und eine Salatbeilage.

Brennnesselprodukte gibt es im Reformhaus, in der Apotheke und im Versand. Ihr eigenes Brennnessel-Getränk bereiten Sie zu, indem Sie selbstgesammelte Blätter unter 40 Grad auf einem Dörr-Gerät mit Temperaturanzeiger trocknen, sie bei Bedarf in einer Kaffeemühle mahlen und mit Wasser zu einem grünen Getränk verarbeiten, das spinatähnlich oder nach Erbsen schmeckt. Beim Joggen können Sie Spitzenblätter pflücken, sie zwischen Daumen und Zeigefinger rollen und so frisch vom Gabentisch der Natur essen.

Zwischendurch, wenn Sie merken, dass Sie müde oder unkonzentriert sind, können Sie einen einen Brennnesseltrunk aus Fertigpulver anrühren. Auch über Salat können Sie Brennnesselsamen geben, selbst getrocknet oder aus dem Versand. Sie schmecken angenehm, wie Sesam oder Nüsse.

Die Brennnessel für Pflanzen und Tiere

Für den Garten können Sie Brennnesseljauche ansetzen: unverdünnt zur Schädlingsbekämpfung bei Läusen oder Schnecken, eins zu zehn verdünnt als Dünger für Rosen, Obstbäume, Rasen und Gemüse. Im Herbst ist verdünnte Brennnesseljauche, auf den nackten Boden gegossen, ein Langzeitdünger.

Brennnessel ist das ideale Futter für die Bodenlebewesen, wie z. B. Regenwürmer, welche die Bodenfruchtbarkeit fördern und erhalten. Obstbäume und Sträucher lieben es, wenn man unter sie Brennnesseln anpflanzt. Zimmerpflanzen können ein Mal monatlich mit einem starken Brennnesseltee gedüngt werden, der gleichzeitig Schädlinge fernhält. Zwergkaninchen lieben getrocknete Brennnesseln als Trockenfutter. Brennnesselpulver kann man auch Hunden und Katzen unter das Futter mischen. In Skandinavien werden Brennnesseln als wertvolles Viehfutter angebaut.

Die Brennnessel verdient einen festen Platz neben anderen Nahrungsergänzungsmitteln, wie der AFA-Alge, Gerstengras, Chlorella-Alge und Spirulina in einer Zeit, in der die Vitalstoffdichte unserer Lebensmittel sinkt. Sie hat noch längst nicht die ihr gebührende Bedeutung in der Naturmedizin und in unserer Ernährung als Gesundheitsvorsorge gefunden. Auch die Rolle, welche die Brennnessel in der Kosmetik und in der Tier- und Gartenpflege spielt, ist noch viel zu unbedeutend. Diese spröde "Königin der Beikräuter" (Rudolph Steiner) wartet darauf, dass sie als Hilfe für Mensch, Tier, Pflanze und Boden in ihrer wahren Größe erkannt und gewürdigt wird.

Caulophyllum

Caulophyllum - auch Frauenwurzel genannt - enthält Methylcytisin, Glykoside, Harze, Saponine, organische Säuren und Fermente.
In ihrer Heimat, z. B. Nebraska, wird sie als Wehenmittel eingesetzt, woran auch der deutsche Name "Frauenwurzel" erinnert. Sie lindert Beschwerden der Gebärmutter sowie auch Regelstörungen.

Coffea

Coffea - auch Kaffeestrauch genannt - enthält Coffein, Gerbstoffe, Vitamin B1 und D. Aus ihr werden Kaffeebohnen bereitet, die als Kohle Anwendung im Futterzusatsstoff-Bereich findet.
Sie wird bei Darmstörungen, z. B. Blähungen, aber auch bei Vergiftungen und zur Wundbehandlung angewandt.

Droge

In der Kräuterkunde steht "Droge" (von "drog" / "dröge" = trocken, getrocknet) für getrocknete Pflanzenteile, die nach der Trocknung als natürlicher Rohstoff haltbar und weiterverarbeitbar sind.

Eberraute

Die Eberraute - auch Eberreis oder Stabwurz genannt - enthält u. a. ätherische Öle und Bitterstoffe. Die Droge wird bei Verdauungsstörungen, zur Appetitanregung, gegen Blähungen, Durchfälle und Darmparasiten verwendet. Sie wirkt auch harn- und schweißtreibend. Die Eberraute wird auch als Gewürz zur Fleischzubereitung verwendet. Große Mengen werden bei der Herstellung von Likör und Parfüm verarbeitet.

Echinacea

Echinacea - auch Sonnenhut genannt - enthält ätherische Öle, Harze, Bitterstoffe, Phytosterine, Kompositenstärke, Zucker. In ihr wirkt das bakteriosatische Prinzip Echinacosid. Seit 1950 ist bekannt, dass sie ein wirksames Mittel gegen Bakterien enthält. Weiterhin ist bekannt, dass Echinacea eine Steigerung der Immunabwehrkräfte herbeiführt. Beides zusammen macht sie im phytogenen Fuztterzusatzbereich zu einer interessanten Pflanze, sie wird eingesetzt zur Unterstützung der Abwehrkräfte bei Erkältungskrankheiten im Hals-, Nasen und Rachenbereich.

Fenchel

In gutem Fenchel sind bis zu 6 % ätherische Öle enthalten. Es besteht zu 50-70 % aus dem süßlich schmeckenden trans-Anethol und dem nach Kampfer schmeckenden Fenchon und anderen Stoffen. Es ist in der Zusammensetzung dem Anis und Kümmel ähnlich und findet darum auch im gleichen Bereich Anwendung.

Es wirkt gegen Blähungen und Magenkrämpfe, aber wegen der hustenlindernden und schleimlösenden Wirkung liegt der Hauptanwendungsbereich bei den Atemwegserkrankungen.

Kamille

Kamille enthält ein ätherisches Öl, das sich gegenüber denen in anderen Pflanzen komplexer zusammensetzt. Chamazulen, α-Bisabolol sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls. Im Gegensatz zu anderen hat es eine blaue Farbe. Flavonoide und Cumarine sind weitere wichtige Bestandteile der Kamille. Doch erst das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe führt zu der bekannten Kamillenwirkung. Kamille wird innerlich und äußerlich angewendet. Bei der inneren Anwendung ist erfolgreich bei akuten Magenbeschwerden. Sie bringt rasche Linderung der Schmerzen und beruhigt den Magen schon nach kurzer Behandlungsdauer. Selbst Entzündungen der Magenschleimhaut und Magengeschwüre wurden schon erfolgreich mit Kamille behandelt.

Äußerlich findet Kamille wegen ihrer entzündungswidrigen Eigenschaften Anwendung bei schlecht heilenden Wunden.

Kümmel

Wie bei vielen Wirkpflanzen ist der wichtigste Bestandteil des Kümmels das ätherische Öl. Es besteht aus Limonen, Carveol, Dihydrocarvon und bis zu 60 % Carvon.
Kümmel unterstützt bei Magen-/Darmbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl sowie bei nervösen Herz- und Magenbeschwerden.

Oregano

Oregano - auch Dostkraut oder wilder Majoran genannt - enthält ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Oregano hat sich als ausgezeichnetes Mittel im Magen- und Darmkanal bewährt. Es hat eine desinfizierende Wirkung auf den Verdauungstrakt und aktiviert die Verdauungssaft-Produktion. Die Gerbstoffanteile zeigen auch Wirkung gegen Durchfälle.

Auch in Mischungen für die Hilfe bei Atemwegserkrankungen hat er sich bewiesen, da er eine ähnliche Wirkung wie Thymian besitzt.

Oregano, der beste Bakterienkiller

Gelobt sei, was scharf macht!

Wissenschaftler der Universität Kansas haben entdeckt: Harmlose Gewürze, wie sie in jeder Küche im Regal stehen, sind wirksame Antibiotika. Nelken, Oregano, Estragon, Rosmarin, können auch in kleinen mengen krankmachende Keime im Essen töten. Sie werden sogar mit den aggressiven neuen EHEC-Bakterien fertig, die oft Durchfall verursachen.

Die Hitliste der Bakterienkiller

Je höher die Zahl, um so wirksamer ist das Gewürz

Wirksamkeit (1-100) Gewürz
100 Oregano, Piment, Zwiebeln, Knoblauch
92 Thymian
89 Zimt, Estragon
86 Kreuzkümmel
83 Nelken
82 Lorbeer
80 Pepperoni
77 Rosmarin
76 Senfkörner, Majoran
70 Kümmel
62 Minze
59 Salbei
57 Fenchel
54 Koriander
52 Dill, Muskat
50 Basilikum, Petersilie
38 Pfeffer
30 Ingwer, Anis

Starkes Würzen ist eine Vorsichtsmaßnahme gegen Bakterien und Pilze

Die Vorliebe für stark gewürzte Speisen wird nicht nur als Tradition, sondern auch genetisch weitergegeben. Davon sind amerikanische Biologen überzeugt, die sich mit internationalen Essgewohnheiten beschäftigen.

Gerade in heißen südlichen Ländern ist scharfes Essen praktisch, weil das Würzen Bakterien und Pilze fernhält. Die Forscher verglichen über 4500 internationale Rezepte und berücksichtigten dabei das Klima der Herkunftsländer sowie den Umgang mit rund 40 Gewürzen.
Knoblauch, Zwiebeln und Oregano stehen als Bakterien-Killer ganz oben auf der Liste der beliebtesten Gewürze. Es folgen Thymian, Estragon, Zimt und Kümmel, die immerhin noch gegen 80 Prozent aller Lebensmittel-Bakterien helfen. Chili und roter Pfeffer bekämpfen drei Viertel aller Bakterien, weißer Pfeffer dagegen wirkt nur gegen 25 Prozent.

Die Forscher vermuten, dass schon in den Genen vorgegeben wird, was uns schmeckt: Wer scharf würzt, bleibt länger gesund und kann mehr Nachwuchs zeugen, der die Lust am Scharfen vererbt bekommt.

Pfefferminze

Pfefferminze enthält ätherische Öle, Gerb-/Bitterstoffe und Flavonoide. Der wichtigste Bestandteil im ätherischen Öl ist das Menthol, das bis zu 60 % im Öl enthalten ist.
Pfefferminze unterstützt bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie der Gallenblase und Gallenwege. Sie fördert außerdem den Gallenabfluss und die Gallenproduktion in der Leber.

Salbei

Salbei enthält ätherische Öle, Gerb-/Bitterstoffe und Flavonoide. Er hat entzündungshemmende Wirkung im Mund- und Rachenbereich, wird im phytogenen Futterzusatzstoff-Bereich aufgrund seiner desinfizierenden und krampflösenden Wirkung sowie der Gerbstoffwirkung bei Durchfällen eingesetzt.

Schafgarbenkraut

Schafgarbenkraut enthält ätherische Öle, Gerb-/Bitterstoffe, Flavonoide und verschiedene Mineralien, besonders Kalium. Durch die ätherischen Öle findet es besondere Anwendung zur Appetitanregung, bei Darm- und Gallenbeschwerden. Der hohe Kaliumgehalt regt gemeinsam mit den anderen Wirkstoffen die Tätigkeit der Nieren an.

Süßholzwurzel

Die Süßholzwurzel enthält Glycyrrhizin, das 50 Mal süßer als Zucker ist, daneben enthält sie Sterole und zahlreiche Flavonide (Liquiritin, Liquiritigenin) und andere Bestandteile. Die Süßholzwurzel ist bekannt aus der Lakritzherstellung. Im phytogenen Futterzusatzstoff-Bereich ist jedoch vor allem ihre Wirkung auf den Magen von Bedeutung. Sie wird aber auch gerne wegen der husten- und schleimlösenden Eigenschaften eingesetzt. Nicht zu unterschätzen ist außerdem ihr Süßungsfaktor, der zu einer erhöhten Futteraufnahme führen kann.

Süßholzwurzel unterstützt außerdem gegen Entzündungen der oberen Luftwege und bei Bronchitis, sowie bei Magenschleimhautentzündung und Gastritis.

Thymian

Thymian enthält ätherische öle, vor allem Thymol (bis 50 %), sowie Borneol, Carvacrol, Cymol, Pinen, Gerbstoffe und Flavonoide.
Thymian wirkt krampflösend auf Lunge, Bronchien, Magen und Darm. Er wird außerdem zur Appetitanregung verwendet.


  
  
 
  

Peptide

Peptide sind verkettete Aminosäuren, die u. a. für die Proteinbiosynthese (Eiweißaufbau) benötigt werden. Das Produkt Herbamax® flüssig ist das erste Ernährungsprodukt, das von der Ernährungsfunktion der Peptide profitiert. Auch unsere Helios Wein-Algen enthalten antimikrobielle Peptide.

Einige der Peptide kann man oral einnehmen. Da sie aus entsprechenden essentiellen Molekülen (Transleaten) zusammengesetzt sind, kann der Organismus sie entweder als freisetzenden oder hemmenden Faktor für den Eiweiß-Anabolismus bzw. -Aufbau aufnehmen und verwerten. Solche Transleate sind in der Lage, die Magen- und Darmwand zu passieren, um später an verschiedenen Stellen in den Stoffwechsel einzugehen.

Natürliche und synthetische Eiweiße

Untersuchungsergebnisse beweisen die größere Wirksamkeit einiger natürlicher Eiweiße gegenüber einer entsprechenden synthetischen Aminosäuren-Mischung. Einige Peptide mit spezifischen Aminosäuresequenzen erfüllen eine höhere Ernährungsfunktion als dieselben Aminosäuren in ungebundener Form.

Die Überlegenheit natürlicher Eiweißstoffe wird erreicht durch einige ernährende Faktoren, u. a. den so genannten "Streptogenins". Streptogenins sind ein Beispiel für wachstumsfördernde Peptide. Für das Wachstum und die optimale Entwicklung des Organismus werden sie als unerlässlich angesehen, ihre genaue Einflussnahme auf den Organismus ist bislang aber noch nicht hinreichend geklärt. Aus diesem Grund werden derzeit viele, von Peptiden bekannte, u. a. pharmakologische und pharmadynamische Aktivitäten der Streptogenines noch genauer erforscht.

Untersuchungsergebnisse von 2011

Die VDI-Nachrichten berichten in der Ausgabe vom 10.06.2011 über die Wirksamkeit von Peptiden beim Kampf gegen Krankheitserreger.

Auch das Handelsblatt berichtet online im Artikel Neue Waffe im Kampf gegen Krankheitskeime vom 14.06.2011 über antimikrobielle Peptide als Alternative zu herkömmlichen Antibiotika.

Auf die antibakterielle Wirkung von Peptiden, die künftig selbst geben antibiotikaresistente Erreger eingesetzt werden sollen, hatte Friedrich Weinkath bereits vor gut 10 Jahren hingewiesen.

Eiweiße in der Herstellung von Herbamax® flüssig

Die Qualität von Herbamax® flüssig wird wesentlich bestimmt durch die Wahl des Rohstoffmaterials und das komplizierte Herstellungsverfahren, insbesondere das Erzeugen von Eiweiß-Bruchstücken mit den gewünschten Eigenschaften. Nur die große Sorgfalt bei beiden Schritten führt zu einer großen Transchelationsfähigkeit mit einigen Metallen und zum Vorhandenensein natürlicher Vitamine.

Transchelation definiert sich als die unmittelbare Verbindung zwischen Mineralien, Eiweißen oder Eiweiß-Bruchteilen, welche die Absorbierung im Verdauungstrakt, den Transport von inneren Flüssigkeiten, kürzere Toxizität, tiefere Assimilation und die bessere Verwertung von Metallen bedingen.

Bei der Herstellung des Produktes Herbamax® flüssig wird zunächst pflanzliches Eiweiß fermentiert. Danach erfolgt eine Re-Synthese von Aminosäuren und Oligo-Peptiden (Bestandteilen von Aminosäuren). Abschließend wird eine weitere Transchelation durchgeführt, zusammen mit metallischen und metalloiden Elementen.



 

Aktivierung von Embiosa®

Zunächst wird eine gebrauchsfertige Lösung hergestellt.

Herstellung von 100 Litern Grundmischung:

  • in einem sauberen Behälter 3 l Melasse in 4 l heißem Wasser auflösen
  • mit 90 l ungechlortem Brunnenwasser auffüllen
  • 1 kg der trockenen Embiosa-Kräuter mit Wasser in einen breiigen Zustand versetzen
  • den Kräuterbrei in einen Leinensack, Stoffbeutel o. ä. füllen
  • den Sack / Beutel mit den Kräutern in den Behälter geben und wegen des Auftriebs mit einem Stein beschweren

    (die ausgelaugten Kräuter können später verfüttert werden, im Mischungsverhältnis von 1 kg pro Tonne Fertigfutter)
  • die gesamte Lösung mit einem Heizstab (Richtwert: 300 Watt für 200 Liter Flüssigkeit) auf eine Temperatur von 35-38°C erwärmen
  • 3 l Embiosa® Starter-Mischung hinzufügen
  • nach 5 bis 7 Tagen ist die Grundmischung für den weiteren Gebrauch verwendbar (Kontrollwert / Ziel-pH-Wert = 3,5 bis 3,8)
  • in diesem Zustand sprechen wir von "aktiviertem / gebrauchsfertigem Embiosa"